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Ein Erfahrungsbericht der Teilnehmer am Sommercamp 2010, organisiert von Konfuzius Institut.
Tuesday, 31 August 2010
Wie einige von euch sicher erfahren haben waren Niels, Jeremy, Felix und Luca über Rudi und durch das Konfuzius-Institut auf einer China Reise. Im folgenden wird diese Reise genauer erläutert und ich hoffe ihr habt Spaß beim lesen.
Tag 1
Die weite Reise nach China hatte einen nicht so weit entfernten Anfang: der Münchener Hauptbahnhof. Von dort aus brachen wir (Niels, Jeremy, Felix und Luca) mit fünf weiteren Münchnern mit dem Zug nach Frankfurt auf...
In Frankfurt angekommen, schlossen wir uns der Frankfurter Gruppe an und gingen gemeinsam zum Check-In.
Nach einem geschätzten 11-Stunden-Flug landeten wir dann endlich am Flughafen von Shanghai. Nachdem wir unser Gepäck geholt hatten fuhren zusammen mit den restlichen Gruppen aus Deutschland mit dem Bus zum Campus der Tongji Universität. Dort angekommen gingen wir, nachdem wir unsere Koffer in unseren Zimmern verstaut hatten, in das Hauptgebäude um eine kurze Eröffnungsrede und einen Vortrag über die Tongji Universität zu hören.
Nach diesem kurzen Vortrag gingen wir in ein nahegelegenes Restaurant und aßen das erste Mal richtig chinesisch. Auch wenn es anders war als das Essen das uns als „chinesisch“ bekannt ist, war es lecker.
Danach gingen alle auf ihr Zimmer und später dann auch schlafen. Leider mussten Felix und ich feststellen, dass bei 38 Grad unsere Klimaanlage nicht funktionierte, weswegen wir äußerst unruhig und ungewohnt schliefen.
Tag 2
Am nächsten Morgen durften wir als Erstes das etwas seltsame Frühstück, das es in China gibt essen, welches aus einem Spiegelei, einer Gemüsetasche, einem sogenannten „Fleischbrot“ und warmer Milch bestand.
Danach ging es wieder in das Hauptgebäude, um einen Vortrag über die EXPO, die sich zurzeit in Shanghai befindet, zu hören. Nach dem Vortrag ging es zum Mittagessen. Danach führte man uns über den Campus, welcher sehr schön und interessant war.
Tag 3
Am dritten Tag ging es nach dem gleichen Frühstück mit dem Bus zur Fudan Universität, welche zusammen mit der Tongji Universität eine der besten Universitäten Shanghais ist. Dort erhielten wir auch einen Vortrag über die Universität und später wurden wir über den Campus geführt und erhielten einen Einblick in das Leben eines Studenten. Der Campus der Fudan Universität ist geprägt von einem monumentalen Hauptgebäude.
Danach ging es mit dem Bus zur medizinischen Fakultät, welche wir aber nur aus dem Bus betrachteten, da es Mittag und die Hitze unerträglich war. Nach der kurzen Rundfahrt ging es wieder zurück in die Fudan Universität, um in der Kantine Mittag zu essen.
Nachdem wir fertig gegessen hatten fuhren wir wieder zurück auf das Gelände der Tongji Universität und nun hatten wir Freizeit. Unsere Vierer-Gruppe von buntkicktgut entschloss sich, die Innenstadt Shanghais unsicher zu machen. Mit der neuen, extra für die EXPO erweiterten U-bahn, ging es in die Innenstadt und dort wurden wir als erstes von unzähligen Menschen überrascht, die hektisch auf den Straßen herumliefen. Anscheinend bekommen Chinesen nicht so oft Ausländer zu sehen, da wir egal wo wir waren, mit großen Augen bestaunt wurden. Nachdem wir in mehreren Geschäften waren und uns mehrmals „Rolex“-Uhren angeboten worden waren, hatten wir keine Lust mehr und machten uns auf den Rückweg.
Wieder einmal durften wir feststellen wie verschieden China im Vergleich zu Deutschland ist, als wir um 21 Uhr vor verschlossenen U-bahn Zugängen standen. Zum Glück konnten wir auf eine andere U-bahn-Linie zurückgreifen und nachdem wir mehrmals umgestiegen waren, fanden wir dann auch zurück. Am nächsten Tag ging es mit dem Bus zu einem Museum, in dem die Flucht mehrerer Millionen Juden während des zweiten Weltkriegs nach Shanghai dokumentiert war. Danach fuhren wir zu einer der ältesten Straßen Shanghais. Nachdem wir die Straße bis zu Ende gegangen waren, fuhren wir zum Mittagessen.
Nachmittags fuhren wir mit dem Bus zu den wichtigsten und schönsten Plätzen Shanghais und aßen dann zu Abend. Am Abend gingen alle schnell ins Bett, um sich auf den folgenden Tag vorzubereiten, da wir die EXPO besuchen würden.
Tag 4
Am nächsten Tag ging es dann auch zur heiß ersehnten EXPO, die sich inmitten der Stadt befindet und eine Fläche von 5,28 Quadratkilometern einnimmt. Bei der EXPO handelt es sich um eine Veranstaltung, die ein Jahr dauert und bei der sich über 230 Länder mit Hilfe eines Pavillons selbst vorstellen.
Dort angekommen, erfuhren wir erst einmal, dass es bei jedem Pavillon eine geschätzte Wartezeit von drei Stunden oder mehr gibt, weswegen wir nur in bestimmte Pavillons gehen konnten, bei denen wir auf einer Gästeliste standen. Deswegen gingen wir zuerst zum Deutschland-Pavillon, um zu sehen wie sich „unser“ Land in Shanghai der Welt repräsentiert. Der Pavillon war sehr schön und er beschrieb Deutschland ausführlich, aber die Menschenmassen ließen einem nicht viel Freiheit. Nachdem Deutschland-Pavillon ging es zum USA-Pavillon, der etwas weit weg gelegen war, weswegen wir weit über das Gelände gehen mussten. Der USA-Pavillon sah von außen schön aus, aber innen zeigte er nur drei Filme, was den meisten von uns nicht sonderlich gefiel. Den dritten Film hatten wir sogar verpasst, da wir schnell weiter mussten. Wer mehr über die Filme und vor allem den dritten Film wissen will, der soll Niels fragen. Nach dem USA-Pavillon mussten wir schnell weiter zum Australien-Pavillon, der auch nicht gerade nah gelegen war. Der Australien-Pavillon war äußerlich sehr schön, aber durch das viele Gehen hatten wir keine große Lust mehr, den Pavillon komplett zu sehen. Im Anschluss auf dem Australien-Pavillon gingen wir an dem monumentalen China-Pavillon vorbei in den Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate, der äußerlich eher klein war aber eine wunderbare Vorstellung des eigenen Landes zeigte. Danach ging es zum sogenannten Hamburg-Pavillon, der zum Deutschland Pavillon dazu gehörte, aber am Rande des EXPO Geländes lag. Deshalb mussten wir erst einmal mit dem Bus durch einen Tunnel unter dem Fluss Shanghais, dem „Bund“ fahren um auf die andere Seite zu gelangen. Dort angekommen, gingen wir dann wieder ein Stück und gelangten dann zum Hamburg-Pavillon, aber da es bereits dunkel war und die meisten keine Lust mehr hatten gingen nur wenige hinein. Der Rest ging etwas bei „Burger King“ oder „Pizza Hut“ essen. Als alle wieder beieinander waren, gingen wir zu den Bussen und fuhren dann durch Shanghai wieder zum Uni Campus der Tongji Universität zurück.
Als wir zurück am Campus ankamen entschlossen wir Vier von buntkicktgut uns wieder einmal, Fußball zu spielen, da der Campus einen beleuchteten Platz hat. Wir waren anscheinend nicht die einzigen die diese Idee hatten, da wir auf chinesische Studenten trafen. Nachdem wir kurz die Spielregeln geklärt hatten und eine „Platzgebühr“ von 50 Yen (ungefähr 6€) bezahlt hatten, ging es dann auch los. Da wir nicht eingespielt waren und Felix einen Krampf hatte, gingen die Chinesen schon früh mit zwei Toren in Führung. Wir schafften es, uns einzuspielen und machten den Ausgleich 2-2. Nach mehreren technisch guten und den Chinesen fremden Kombinationen kamen dann auch mehr Zuschauer zu unserem Spiel und wir stellten fest, dass der europäische Fußball in China noch lange nicht angekommen war. Letztendlich gewannen wir mit einem Ergebnis von 3-5 und gingen erschöpft von dem anstrengenden Tag schlafen.
Tag 5
Der letzte Tag in Shanghai begann wie der erste, mit dem „leckeren“ Frühstück. Danach ging es mit dem Bus in die alte Innenstadt Shanghais und dort trafen wir dann das erste Mal auf typisch chinesische Architektur, welche sehr erstaunlich ist. Nachdem wir mehrere Souvenirs wie Tee oder Fächer gekauft hatten, gingen wir wieder zurück zum Bus und fuhren dann zum Mittagessen.
Gerade als wir aus dem Bus ausgestiegen waren um zum Restaurant zu gehen, erwischte uns eine kurze Welle des seltenen Regens, welche aber nicht sonderlich schlimm war. Nachdem wir schnell Mittag gegessen hatten mussten wir uns beeilen, da wir ein Boot zu erwischen hatten, das uns von dem Fluss „Bund“ aus Shanghai bei Nacht zeigen sollte.
Shanghai bei Nacht ist ein erstaunliches Zusammenspiel von Lichtern und Farben und der Hochhausarchitektur Chinas. Nach der zweistündigen Fahrt ging es mit dem Bus wieder auf dem Campus und jeder packte seine Koffer, da wir am darauffolgenden Tag nach Hefei, der Provinzhauptstadt Anhuis fahren würden, um dort die restlichen Tage zu verbringen.
Tag 6
Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus acht Stunden nach Hefei. Bei der Fahrt schliefen aber alle. In Hefei, der kleinen Vier-Millionen-Stadt angekommen, checkten wir erst einmal in unserem Hotel ein und fuhren dann zu einer Universität, um an der Eröffnungszeremonie teilzunehmen.
Nach der Eröffnungszeremonie ging es in eins der besten Restaurants Hefeis, was aber nicht heißt, dass wir etwas anderes als Chinesisch aßen. Danach gingen wir ins Hotel um zu schlafen.
Tag 7
Am nächsten Morgen hatten wir, nach einem besseren Frühstück, unseren ersten Chinesisch-Unterricht, um uns auf die abschließende Prüfung vorzubereiten. Der Chinesisch-Unterricht war hart, aber es hat auch viel Spaß gemacht. Danach teilte sich unsere große Gruppe und die Gruppe „Bayern“ fuhr mit dem Bus zur Mittelschule 8 (die 8 bedeutet, dass es die acht-beste Mittelschule der Provinz ist), während die andere Gruppe zur Mittelschule 1 fuhr. In der Mittelschule 8 angekommen, lernten wir erst einmal unsere chinesischen Austauschschüler kennen und gemeinsam mit ihnen gingen wir dann in die Kantine der Schule, um etwas zu essen. Nach dem Essen ging jeder mit seinem Austauschschüler etwas unternehmen. Gemeinsam mit zwei anderen Münchnern und deren Austauschschülern fuhren wir in verschiedene Parks Hefeis und schauten uns verschiedene Tempel und andere chinesische Bauten an. Danach fuhren wir in die Innenstadt und schauten uns in Läden um und aßen dann chinesische Fleischtaschen. Nach dem Essen gingen wir durch einen Park und fütterten dort Tauben. Wir tauschten uns viel über unsere Länder, Sitten, Freizeit und Schulen aus. Danach fuhren wir mit dem Taxi zurück zum Hotel und legten uns schlafen.
Tag 8
Der nächste Tag begann wieder mit Chinesisch-Unterricht und danach fuhren wir wieder in die Mittelschule 8. Dort lernten wir die verschiedenen chinesischen Spezialitäten, wie den Scherenschnitt, Kung Fu oder Kalligraphie kennen. Darauf folgte ein Fußballspiel gegen die Schulmannschaft der Mittelschule 8, welche die beste Mannschaft der Provinz war. Wir verloren mit 5-1. Danach waren wir wieder mit unseren jeweiligen Austauschschülern unterwegs. Wieder mit den zwei anderen Münchnern zusammen gingen wir in ein typisch chinesisches Restaurant essen und danach wieder in die Stadt, um Hefei bei Nacht zu sehen. Hefei bei Nacht war fast farbenfroher und voller Menschen als Shanghai, was uns sehr erstaunte.
Tag 9
Am nächsten Tag fuhren wir nach dem Chinesisch-Unterricht in eine kleinere Stadt, die ungefähr zwei Stunden außerhalb von Hefei lag. Dort besuchten wir ein Chinesisches Museum, welches Fundstücke von vor über 4000 Jahren besitzt. Danach ging es zum Mittagessen, bei dem wir das erste Mal die Möglichkeit hatten, Hund zu essen, was Jeremy, Niels und ich auch taten.
Danach ging es auf die Stadtmauer der Stadt, auf der man einen wunderschönen Ausblick auf die Landschaft hat.
Danach fuhren wir wieder mit dem Bus nach Hefei, oder besser gesagt an den Stadtrand von Hefei, um in einem der besten und schönsten Restaurants die Hefei hat, die weltweit bekannte „Peking Oper“ zu sehen. Es war sehr verschieden zur europäischen Oper, aber es war trotzdem sehr unterhaltsam. Nach dieser Vorstellung fuhren wir wieder ins Hotel.
Tag 10
Am darauffolgenden Tag checkten wir nach dem Chinesisch-Unterricht aus unserem Hotel aus, um für einen Tag und einen Nacht in die Stadt Tunxi zu fahren, welche in der nähe des Weltkulturerbes lag. Die Fahrt dauerte sechs Stunden und nachdem wir in unserem neuen Hotel in Tunxi eingecheckt hatten, aßen wir erst einmal zu Abend. Nachdem wir gegessen hatten, fuhren wir mit dem Bus die Innenstadt und gingen die Hauptstraße entlang. Danach fuhren wir ins Hotel und legten uns schlafen.
Tag 11
Am nächsten Tag fuhren wir dann zum Weltkulturerbe. Das Weltkulturerbe ist ein uraltes Dorf, das wegen seines Aufbaus einzigartig ist. Nachdem wir das Dorf besichtigt hatten, gingen wir Mittagessen und fuhren daraufhin wieder den langen Weg nach Hefei. Dort angekommen fuhr die buntkicktgut-Gruppe in die Stadt, um einzukaufen.
Tag 12
Am nächsten und vorletzten Tag hatten wir in der Mittelschule 1 unsere abschließende Chinesisch-Prüfung, welche Niels, Jeremy, Felix und ich bestanden. Die Prüfung war anspruchsvoll, aber da wir uns gut vorbereiteten war es kein großes Problem. Im Anschluss fand die Abschlussfeier statt, bei der wir unsere Diplome bekamen und bei der verschiedene Reden und Aufführungen vorgetragen wurden.
Nach der Abschlussfeier ging es in die Schulkantine, um Mittag zu essen und für das am Nachmittag folgende Fußballspiel gegen die Schulmannschaft der Mittelschule 1 Kraft zu tanken. Das Fußballspiel gewannen wir mit 2-4, darunter 1 Tor von Jeremy, 2 von Niels und 1 von mir.
Am Abend packten wir dann alle unsere Koffer, da es am nächsten Tag mit dem Flugzeug von Hefei in die Hauptstadt Bejing (Peking) und von dort aus zurück nach Frankfurt gehen sollte.
Tag 13
Am nächsten Tag ging es dann erst einmal mit dem Bus zwei Stunden zum Flughafen und dann nach Peking. In Peking hatten wir fünf Stunden Aufenthalt, die wir nutzten um unser letztes chinesisches Geld auszugeben.
Auf dem Flug zurück nach Frankfurt schliefen wir die meiste Zeit oder hörten Musik, weswegen er relativ schnell vorbei war.
In Frankfurt verabschiedeten wir uns dann von allen, die nicht in Richtung München fuhren. Danach machten wir uns mit dem Zug auf nach München.
Die Reise hat uns sehr gefallen und wir möchten uns bei dem Konfuzius-Institut und bei Rudi für diese interessante Bildungsreise bedanken.
Quelle: http://www.buntkicktgut.de/redaktion/joomla10/index.php?option=com_content&task=view&id=321&Itemid=37
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